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Große Freiheit Nr. 7 ... ist wohl der berühmteste Film von Hans Albers aus dem Jahr 1943. Die "Große Freiheit" ist eine Seitenstraße der "Reeperbahn" in Hamburg / St. Pauli - dort liegt das Stimmungslokal, in dem viele Szenen des Filmes spielen.
Das Reichspropagandaministerium hatte den Film mit 1,5 Millonen Reichsmark mitfinanziert - er sollte ein "Loblied auf die Kriegsmarine" werden. Hans Albers und Regisseur Helmut Käutner waren jedoch keine Freunde der Nazis und produzierten letztlich einen Film, der nach der Ansicht von Großadmiral Karl Dönitz als "wehrkraftzersetzend" einge- stuft und daher verboten wurde.
In dem Film gab es ganz bewußt keine zerstörten Häuser und erst recht keinerlei Nazi-Symbole zu sehen (bei der Hafenrundfahrt wurde sogar ein Schiff mit Hakenkreuzfahne in künstlichen Nebel getaucht) und die Polizisten, die bei einer Schlägerei eingreifen, haben auch keine NS-Uniform - letztlich merkt man dem Film überhaupt nicht an, in welchem Jahrzehnt er eigentlich spielen soll.
Die Dreharbeiten begannen am 05. Mai 1943 in Hamburg und zunächst konnte seitens des Regimes auch noch Einfluß auf das Filmprojekt genommen werden. So war als Rollenname für Hans Albers ursprünglich "Johnny" vorgesehen, der Name wurde jedoch dann in "Hannes Kröger" eingedeutscht.
Auch wurde dem Filmtitel die Hausnummer 7 hinzugefügt - eine "Große Freiheit" gab es schließlich schon lange nicht mehr. Nicht zuletzt, weil sie die Fertigstellung bis in den November 1943 hinzog, erhielt Hans Albers die damals unglaubliche Gage von 460.000 Reichsmark (was heute einer Millionensumme entspräche).).
Nach dem schweren Bombenhagel auf Hamburg im Sommer 1943 zog die Produktion nach Berlin - Tempelhof um, wurde jedoch dort erneut ausgebombt, so daß die Kulisse der "Großen Freiheit" in den Barrandov-Studios in Prag erneut aufgebaut werden mußte. Hier wurde der Film dann fertig gestellt. Nach der Zensur durfte der Film immerhin zu Truppenbetreuung gezeigt werden, so daß er am 15. Dezember 1944 in Prag Premiere feierte. Die Deutschlandpremiere fand erst nach dem Krieg (am 06. September 1945) statt
Neben Hans Albers spielten viele weitere UFA-Stars jener Zeit mit: Hilde Hildebrandt Ilse Werner Erna Sellmer Gustav Knuth Günther Lüders sowie Regisseur Käutner selbst Hans singt darin live (kein Vollplayback, wie sonst in Filmen üblich) seine größten Hits "La Paloma", "Beim ersten Mal, da tut's noch weh" (das extra für den Film geschrieben wurde) und natürlich "Auf der Reeperbahn nachts um halb eins". Nach diesem Klassiker wurde 1954 sogar noch ein weiterer Seemannsfilm von Hans Albers benannt.... Später gab es ein Musical dazu, zu dem Freddy Quinn selbst ein Titellied schrieb - sein Titel kam in dem Film natürlich nicht vor, er entstand Jahrzehnte später. |